VenaSeal™ – die moderne Alternative zur Endovenösen Lasertherapie

Im Sommer fällt die Wahl der Kleidung öfter auf kurze Hosen, Röcke oder Kleider. Menschen mit Krampfadern ist es dabei oft unangenehm, ihre Beine zu zeigen. Die rot-bläulichen Verästelungen direkt unter der Hautoberfläche sind meist sehr gut sichtbar und können teilweise auch verdickt sein. Für die Betroffenen stellen Krampfadern häufig ein kosmetisches Problem dar. Sie können aber darüber hinaus auch Anzeichen für weitere Venenleiden sein. Somit sind Krampfadern nicht unbedingt behandlungsbedürftig, sie sollten aber in jedem Fall von einem Experten für Venenheilkunde untersucht und beobachtet werden. Zur Entfernung von Krampfadern stehen dabei verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Neben dem Stripping (operatives Ziehen der Krampfadern) haben sich auch minimalinvasive Verfahren etabliert. Eines der modernsten und schonendsten ist das VenaSeal™-Verfahren.

Was ist VenaSeal™?

Das VenaSeal™ Closure System ist eine schonende Methode, um Krampfadern dauerhaft zu entfernen. Mithilfe eines kleinen Katheters, der über eine winzige Punktion in die Vene eingebracht wird, spritzt der Arzt einen speziellen medizinischen Klebstoff in die erkrankte Vene. Die Vene verklebt und das Blut wird dadurch in umliegende, gesunde Venen umgeleitet. Die verklebte Vene wird in den folgenden Wochen vom Körper abgebaut und abgetragen.

Für VenaSeal™ werden weder große Hautschnitte noch eine Vollnarkose benötigt. Dadurch ist die Behandlung sehr sanft und mit weniger Nebenwirkungen (z. B. blaue Flecken, Schmerzen) verbunden als andere Verfahren. Die Erholungszeit und Heilungsphase verlaufen somit auch schneller, sodass die Patientinnen und Patienten kurze Zeit nach der Behandlung wieder fit sind.

Ist eine spezielle Vorbereitung notwendig?

Vor der Behandlung finden eine ausführliche Beratung und eine sorgsame Untersuchung statt. Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung macht der Arzt den geeigneten Zugang ausfindig und plant die Behandlung im Detail. Zudem bespricht er mit Ihnen den Ablauf, die Nachsorge und die eventuellen Risiken der Behandlung. Auch der Kostenrahmen wird thematisiert. Durchschnittlich liegen die Kosten bei 1.460 bis 2.800 Euro. Je nach Befund und Umfang des Eingriffs können die Kosten leicht variieren.

Weitere Vorbereitungsmaßnahmen sind für gewöhnlich nicht notwendig.

Wie verläuft die Behandlung?

Eine Betäubung ist vor der Behandlung nicht zwingend notwendig. Auf Wunsch kann der Bereich, in den der Katheter eingeführt wird, örtlich betäubt werden, um das Verfahren noch angenehmer zu machen. Zudem kann zusätzlich ein leichtes Entspannungsmittel bis hin zum Dämmerschlaf erfolgen. Die persönlichen Präferenzen und ärztlichen Empfehlungen werden vorab im persönlichen Beratungsgespräch abgestimmt und festgelegt.

Anschließend wird die Vene an der zuvor bestimmten Zugangsstelle punktiert. Über diesen winzigen Zugang wird der Katheter in die Vene geleitet. Beim langsamen Zurückziehen des Katheters aus der Vene wird der spezielle medizinische Klebstoff abgegeben. Das Mittel sorgt dafür, dass die Gefäßwände zusammenkleben. Die gesamte Behandlung wird via Ultraschall kontrolliert, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Das verklebte Gefäß wird dann über körpereigene Prozesse abgebaut, sodass die Krampfader verschwindet.

Sobald der Katheter wieder vollständig aus dem Körper gezogen ist, ist die Behandlung beendet. Abschließend wird die winzige Zugangsstelle mit einem Pflaster versorgt und die Patienten können die Praxis wieder verlassen. Insgesamt dauert eine Behandlung etwa 45 bis 60 Minuten.

Was ist der Vorteil gegenüber anderer Krampfader-Behandlungen?

  • Keine Narkose notwendig (entweder örtliche Betäubung oder sogar ohne Betäubung möglich)
  • Schonend
  • Schmerzarm
  • Keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt
  • Vergleichsweise geringe Komplikationsrate (u. a. weniger Blutergüsse und Schmerzen als bei herkömmlichen Verfahren)
  • Schnelle Genesung
  • Patientinnen und Patienten sind unmittelbar nach der Behandlung wieder vollständig gesellschaftsfähig
  • Das Druckgefühl in den Beinen wird sofort gelindert

Was ist nach der Behandlung mit VenaSeal™ wichtig?

Im Gegensatz zu anderen Verfahren der Krampfaderentfernung ist nach einer Behandlung mit VenaSeal™ nicht zwangsläufig das Tragen von Kompressionsstrümpfen notwendig. In unserer Praxis empfehlen wir es den Patientinnen und Patienten dennoch, da die Kompressionstherapie zu einem schönen Ergebnis beiträgt und die ohnehin geringen Risiken noch weiter senkt.

Nach einer kurzen Ruhephase in der Praxis können Sie wieder nach Hause oder zur Arbeit gehen. Mit Einschränkungen ist nicht zu rechnen. Die Termine zur Nachkontrolle bespricht der Arzt persönlich mit Ihnen.

Birgt das VenaSeal™-System Risiken?

Das VenaSeal™-Verfahren gilt als besonders schonend, sicher und risikoarm. Schmerzen und Blutergüsse fallen äußerst gering aus. Eine eventuelle Unverträglichkeit oder allergische Reaktion auf den medizinischen Klebstoff ist theoretisch möglich, tritt jedoch nur sehr selten auf. Bei Unsicherheit oder Verdacht auf Allergien kann vorab ein entsprechender Test erfolgen. Ebenfalls selten sind kleine Nachblutungen an der Zugangsstelle für den Katheter sowie Entzündungen und Infektionen. Diese Risiken werden unter anderem durch die strengen Hygieneregeln in unserem Hautzentrum weiter minimiert.

Eine genaue Aufklärung und Beratung zu eventuellen Risiken und Nebenwirkungen der Behandlung erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Arzt. Bei diesem Gespräch können Sie auch gezielt Fragen zu VenaSeal™ stellen. Einen Termin für eine unverbindliche Beratung können Sie mit unserem Praxisteam vereinbaren. Nutzen Sie dafür auch gern unsere Online-Terminbuchung.

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