Hautkrebs wird häufig mit einem höheren Lebensalter assoziiert, wenn die Haut über viele Jahre im Kontakt mit UV-Strahlung stand. Obwohl Hautkrebs bei Kindern und Jugendlichen selten ist, kann sich eine frühzeitige, regelmäßige Kontrolle anbieten. Jüngere Menschen verbringen tendenziell mehr Zeit an der frischen Luft und gehen Aktivitäten im Freien nach, wodurch das Risiko für krankhafte Hautveränderungen steigen kann. Zudem ist das moderne Hautkrebsscreening unkompliziert und schmerzfrei. Es bietet somit eine einfache Möglichkeit, die eigene Gesundheit im Blick zu behalten und rechtzeitig auf mögliche Veränderungen reagieren zu können.
Wer Veränderungen frühzeitig erkennt oder regelmäßig kontrollieren lässt, kann dazu beitragen, Hautkrebs in einem Stadium zu entdecken, in dem die Behandlungschancen besonders gut sind. Deshalb möchten wir in diesem Beitrag zeigen, wann eine Hautkrebsvorsorge sinnvoll ist, wie diese abläuft und wie Sie selbst Ihre Haut oder die Haut Ihrer Kinder untersuchen können.
Grundsätzlich kann Hautkrebs in jedem Lebensalter entstehen. Zwar treten bestimmte Formen wie der weiße Hautkrebs häufiger bei älteren Menschen auf, doch insbesondere das maligne Melanom wird regelmäßig auch bei jungen Erwachsenen diagnostiziert.
Viele Betroffene bemerken zunächst keine Beschwerden. Hautkrebs verursacht in frühen Stadien häufig weder Schmerzen noch andere auffällige Symptome. Umso wichtiger ist es, Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen und fachärztlich beurteilen zu lassen.
Der große Vorteil eines regelmäßigen Hautkrebsscreenings liegt darin, dass potenzielle Gefahren frühzeitig erkannt werden können. Umso eher verdächte Hautveränderungen festgestellt werden, desto unkomplizierter können sie meist behandelt werden. Auch die Heilungschancen sind in der Regel höher. Somit können junge Erwachsene aktiv zu ihrer Gesundheit beitragen, indem sie ihre Haut regelmäßig vom Hautarzt checken lassen.
Gerade junge Menschen haben oftmals noch keine Routine in Bezug auf dermatologische Untersuchungen. Gleichzeitig verändert sich die Haut junger Menschen häufig stark: Neue Muttermale entstehen, vorhandene Pigmentflecken können sich zum Beispiel durch hormonelle Einflüsse zügig verändern. Eine Selbsteinschätzung, ob ein Pigmentmal weiterhin harmlos ist oder doch auffällige Veränderungen zeigt, ist nicht immer leicht. In diesen Fällen kann eine regelmäßige Kontrolle durch einen Experten zusätzliche Sicherheit bieten.
Hautkrebs im Kindesalter ist selten und viele Hautveränderungen bei Kindern sind harmlos. Da sich Muttermale während des Wachstums jedoch wie bereits erwähnt verändern können, fällt auch Eltern die Einschätzung oft schwer. Insbesondere Kinder mit einer großen Anzahl von Muttermalen, auffälligen Pigmentflecken, einer familiären Vorbelastung oder häufigen Sonnenbränden können ein erhöhtes Risiko für krankhafte Veränderungen haben, wodurch eine frühzeitige und regelmäßige Kontrolle sinnvoll wird. Doch auch ohne erhöhtes Risiko kann eine Untersuchung im Kindesalter nicht schaden, wenn Eltern neue oder veränderte Muttermale bemerken, unsicher sind oder einfach die Gewissheit haben möchten, dass alles in Ordnung ist.
Ein zusätzlicher Vorteil einer dermatologischen Untersuchung bei Kindern: Die jungen Patienten kommen frühzeitig mit der Hautarztpraxis in Kontakt und gewöhnen sich an eine regelmäßige Untersuchung. Das baut potenzielle Ängste ab und verringert die eventuelle spätere Hürde, einen Hautarzt aufzusuchen und die Haut regelmäßig kontrollieren zu lassen. Zudem werden Kinder sensibilisiert und achten unter Umständen eher auf Veränderungen sowie den eigenen Sonnenschutz.
Oftmals schauen wir unsere Muttermale nur oberflächlich an. Da sich bösartige Veränderungen jedoch auch zwischen den regelmäßigen Kontrollen beim Hautarzt bilden und verschlimmern können, ist die Selbstuntersuchung ein entscheidender Beitrag zur Hautgesundheit.
Als Orientierung dient häufig die sogenannte ABCDE-Regel:
A – Asymmetrie: Das Muttermal wirkt ungleichmäßig geformt.
B – Begrenzung: Die Ränder erscheinen unscharf, ausgefranst oder unregelmäßig.
C – Color (Farbe): Unterschiedliche Farbtöne innerhalb eines Muttermals können auffällig sein.
D – Durchmesser: Ein größerer Durchmesser kann Anlass für eine Untersuchung sein.
E – Entwicklung: Veränderungen in Form, Farbe, Größe oder Oberfläche sollten ärztlich abgeklärt werden.
Diese Regel kann eine Unterstützung beim Selbstcheck bieten, ersetzt jedoch keine fachärztliche Untersuchung. Auch Hautveränderungen, die nicht in dieses Schema passen, können kontrollbedürftig sein.
Zu Beginn der Hautkrebsvorsorge erfolgt ein ärztliches Gespräch über persönliche Risikofaktoren, frühere Hautveränderungen oder bekannte Hautkrebsvorfälle in der Familie. Nach dieser gründlichen Anamnese schaut der Dermatologe die Haut von Kopf bis Fuß an. Zur Untersuchung nutzt er ein Auflichtmikroskop, mit dem er Muttermale, Pigmentflecken und andere Hautveränderungen genauer betrachten und einschätzen kann. Besteht bei bestimmten Hautveränderungen ein Verdacht, kann eine Gewebeprobe entnommen werden, um diese im Labor feingeweblich zu untersuchen.
Durchschnittlich dauert die Hautkrebsvorsorge etwa zehn bis 20 Minuten. Das hängt unter anderem auch davon ab, wie viele Muttermale sich auf der Haut befinden und untersucht werden müssen.
Neben dem klassischen Dermatoskop ist in der modernen Hautkrebsvorsorge auch eine digitale Untersuchung möglich. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine private Zusatzleistung, die Patientinnen und Patienten wählen können.
Mit einer hochauflösenden Kamera werden potenziell auffällige Muttermale digital festgehalten und abgespeichert. Am Computer können die Hautmale präziser betrachtet, vermessen und über einen längeren Zeitraum verglichen werden.
Gerade bei Menschen mit vielen Pigmentmalen oder einem erhöhten Risiko kann diese Form der Verlaufskontrolle sinnvoll sein. Sie ergänzt die ärztliche Untersuchung und kann dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig zu entdecken.
Wie häufig eine Hautkrebsvorsorge sinnvoll ist, hängt von den individuellen Risikofaktoren ab. Bei vielen Menschen reicht eine regelmäßige Kontrolle in den empfohlenen Intervallen aus. Bei familiärer Vorbelastung, zahlreichen Muttermalen oder anderen Risikofaktoren können kürzere Untersuchungsabstände sinnvoll sein.
Oft empfehlen Dermatologen, die Haut jährlich untersuchen zu lassen. Zusätzlich sollten Sie zuhause Ihre Hautveränderungen im Blick behalten.
Der Sommer steht vor der Tür und die Sonnenstunden nehmen zu. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Haut mal wieder dermatologisch untersuchen zu lassen. In unserer Praxis stehen moderne Methoden zur Verfügung, um eine verlässliche Dokumentation und Verlaufskontrolle Ihrer Hautmale zu ermöglichen. Wir beraten Sie gern zur Hautkrebsvorsorge – auch junge Patientinnen und Patienten!
Einen Termin können Sie telefonisch oder über unsere Online-Buchung mit uns vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie!
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