Bereits seit 2006 setzen wir in unserer Praxis die endovenöse Lasertherapie zur Behandlung von Krampfadern ein. Für uns bietet dieses Verfahren einige Vorteile gegenüber der klassischen Krampfader-OP, bei der die betroffene Vene in einem chirurgischen Eingriff gezogen wird. Die häufigsten Fragen unserer Patientinnen und Patienten zur endovenösen Lasertherapie haben wir hier einmal zusammengestellt und beantwortet.
Selbstverständlich ersetzt diese Informationsseite nicht das fachärztliche Beratungsgespräch. Bei weiteren Fragen und dem Wunsch einer persönlichen Beratung stehen wir Ihnen zur Seite und erklären Ihnen alles ausführlich bei einem Termin in unserer Praxis. Nutzen Sie zur Terminbuchung gern unsere Onlinetermine.
Die endovenöse Lasertherapie (EVLT) ist ein minimalinvasives Verfahren, um Krampfadern zu entfernen. Dafür wird eine dünne Laserfaser über einen winzigen Zugang in die Vene eingeführt. Kontrolliert gibt die Laserfaser Laserenergie an das umliegende Gewebe ab. Diese Energie wird in Wärme umgewandelt und führt dazu, dass sich die Venenwände verschließen. Nach dem Verschluss kann die Krampfader in den folgenden Wochen vom Körper abgebaut werden.
Mit der endovenösen Lasertherapie können insbesondere krankhaft erweiterte Stammvenen der großen und kleinen Beinvenen behandelt werden. In manchen Fällen können auch Seitenäste und Verbindungsvenen sowie Rezidiv-Krampfadern infrage kommen. Dies wird vorab immer ärztlich geprüft.
In unserer Praxis wird vor jeder Behandlung ein persönliches Beratungsgespräch geführt. Bei diesem Termin untersuchen wir Ihre Venengesundheit per Ultraschall und prüfen so, ob die EVLT für Ihren Befund infrage kommt.
Zunächst wird der Zugangsbereich gereinigt und desinfiziert. Anschließend erfolgt eine lokale Betäubung, die auf Wunsch durch einen Dämmerschlaf ergänzt werden kann. Über eine kleine Punktion der Haut und unter Ultraschallkontrolle wird dann die Laserfaser in die betroffene Vene eingeführt. Dies geschieht mit einer feinen Nadel und ist recht schmerzarm. Beim vorsichtigen Zurückziehen der Faser wird die Energie abgegeben und die Vene so verschlossen. Nach der Behandlung muss der Zugang nicht verschlossen werden, da er selbstständig abheilt. Er wird lediglich mit einem Pflaster geschützt.
Nein, die endovenöse Lasertherapie findet für gewöhnlich in örtlicher Betäubung statt. Als Patient sind Sie während der Behandlung vollständig bei Bewusstsein, spüren von der Behandlung jedoch meist nicht mehr als ein Ziehen, Druckgefühl oder Wärmegefühl. Auf Wunsch können wir eine Dämmerschlafnarkose ergänzen.
Während der Behandlung sind keine Schmerzen zu erwarten. Wir achten sorgfältig darauf, Ihnen die Behandlung so angenehm wie möglich zu machen. Auch nach dem Eingriff sind stärkere Schmerzen eher selten. Das behandelte Areal kann vorübergehend etwas empfindlich sein; auch ein leichtes Druck- oder Spannungsgefühl ist möglich.
In der reinen Durchführung dauert eine endovenöse Lasertherapie etwa 30 bis 60 Minuten. Die genaue Behandlungsdauer hängt dabei vom jeweiligen Befund und vom Umfang der Behandlung ab. Hinzu kommen Vorbereitung und kurzer Aufenthalt in der Praxis zur Nachbetreuung, sodass insgesamt mit etwa ein bis zweieinhalb Stunden zu rechnen ist.
Ja, in der Regel reicht eine Behandlungssitzung aus, um die Krampfader vollständig zu verschließen. Ob der Verschluss gelungen ist, wird bei der Nachuntersuchung per Ultraschall kontrolliert. Meist finden die Kontrollen am Tag nach der Behandlung und eine Woche später statt.
Im Gegensatz zum klassischen Venenstripping wird die erkrankte Vene bei der endovenösen Lasertherapie nicht über Schnitte entfernt, sondern mithilfe einer dünnen Lasersonde von innen verschlossen. Das Verfahren ist minimalinvasiv und kommt in der Regel mit kleinen Einstichstellen aus. Dadurch sind meist eine schnellere Erholung und eine frühere Rückkehr in den Alltag möglich. Auch postoperative Schmerzen, Blutergüsse und Wundheilungsprobleme fallen im Vergleich zum klassischen Stripping für gewöhnlich geringer aus.
Beide Verfahren werden in unserer Praxis angeboten, sind minimalinvasiv und nutzen Wärme, um die Vene von innen zu verschließen. Der Unterschied liegt in der verwendeten Energieform und der Temperatur. Die EVLT arbeitet mit Lichtenergie, die Radiofrequenzbehandlung mit Radiowellenenergie. In klinischen Studien haben beide Methoden eine hohe Wirksamkeit beim Verschluss von Krampfadern gezeigt. Welche Methode in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen.
In Studien hat sich gezeigt, dass die EVLT im Vergleich zum Venenstripping eine gleichwertige – in manchen Auswertungen sogar bessere – Erfolgsquote bei der dauerhaften Entfernung von Krampfadern besitzt. Die Verschlussrate liegt bei etwa 95 Prozent. Die Stammvene bleibt somit in der Regel dauerhaft verschlossen und kann vom Körper abgebaut werden.
Das Komplikationsrisiko ist bei der EVLT gemeinhin gering. Dennoch können Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Vereinzelt kann es zu vorübergehenden Schmerzen (Muskelkatergefühl) und Druckgefühlen sowie Hämatomen kommen. Manchmal können entlang der Vene kurzzeitige Verhärtungen auftreten. Auch vorübergehende bräunliche Pigmentierungen oder Verfärbungen der Haut sind möglich. Diese bilden sich meist von selbst wieder zurück.
Nein, der Abbau einer Krampfader ist in der Regel unbedenklich, da das Blut über benachbarte gesunde Venen umgeleitet wird. Bei der Behandlung wird eine erkrankte Vene verschlossen und entfernt, die ohnehin ihre Aufgabe bereits nicht mehr ungestört erfüllen kann.
In den ersten Tagen nach der endovenösen Lasertherapie sollten Sie es noch etwas ruhiger angehen lassen und sich körperlich schonen. Ihre beruflichen Tätigkeiten können Sie – abhängig von Ihrer Tätigkeit – nach etwa zwei bis sieben Tagen wieder aufnehmen. Sport ist für gewöhnlich nach etwa einer Woche wieder möglich.
Ja, das ist theoretisch möglich, tritt jedoch selten auf. Dass sich eine verschlossene Vene wieder öffnet, kommt nur in sehr wenigen Ausnahmefällen vor. Allgemein besitzt die EVLT eine äußerst geringe Rezidivrate. Eine bereits abgebaute Vene kann sich in der Regel nicht regenerieren oder neubilden. Es kann jedoch sein, dass sich an anderen Stellen weitere Krampfadern bilden. Deshalb sollten Sie Ihre Venen regelmäßig vom Facharzt kontrollieren lassen.
Die Kosten einer endovenösen Lasertherapie werden individuell ermittelt und richten sich unter anderem nach dem Umfang der Behandlung. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Vor der Behandlung informieren wir Sie transparent über die zu erwartenden Kosten. Als Orientierung können Sie bei einer endovenösen Lasertherapie mit Kosten ab etwa 1.500 Euro rechnen.
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